Zu Besuch bei Sören


Hallo, ich heiße Sören und bin seit einer Woche 7 Jahre alt. Ich habe 2 Schwestern (9 und 11 Jahre) und außerdem sind noch meist ein paar Freunde bei uns. Bei uns zu Hause ist immer etwas los und mit vielen Kindern macht alles mehr Spaß.
Ich will euch etwas über unsere >Pfingstfeier< erzählen.

Das sind wir: Rieke, Dörte und Sören.
Zuerst haben wir uns angeschaut, was unsere Mutter vorbereitet hatte. Da gab es zum Beispiel unseren Strohkranz. Meine Mutter fragte uns, was der Kranz bedeuten könnte und an was uns der Kranz erinnert. Da fiel uns natürlich gleich der Adventskranz ein, mit dem wir sonst immer im Dezember den Adventskranz binden. Und dann fiel uns noch ein, wo man sonst so Kränze findet.
Hier seht ihr Sören mit Siegerkranz.
Und hier macht Rieke Dörte zu einer Heiligen – mit Heiligenschein!

Aber dann fielen uns auch noch der Erntekranz und der Osterkranz ein.
Wie viele Tage nach Ostern denn Pfingsten gefeiert wird, fragt Mama. Ich sause schnell in die Küche zum Kalender und zähle nach: 50 Tage! Der Name >Pfingsten< kommt von dieser Zahl, sagt Mama: es kommt von einem griechischen Wort für die Zahl 50 und es klingst irgendwie ähnlich wie Pfingsten.
Dann gingen wir frisch ans Werk und gestalteten den leeren Kranz.
Zuerst steckten wir mit Nägeln die Haltebänder fest.
Danach nagelte Dörte die Haltebänder auf einen Stock, den die Mama schon in einen Sandeimer gesteckt hatte.
Wir schmückten ihn mit bunten Bändern. Dörte fiel auf, dass die Bänder nur leuchtende fröhliche Farben hatten. Rieke, die ja die Größte von uns ist, kannte die Pfingstgeschichte aus der Bibel schon und meine deshalb, dass das die Farben der Feuerzungen sind.
Nun noch ein paar Steine zum Befestigen – und schon sind wir fertig.
Dann las meine Mutter uns die Pfingstgeschichte vor: von den Freunden Jesu, die nach seinem Tod mächtig Angst hatten und davon, dass die Freunde ganz mutig wurden, nachdem Gott ihnen den Hl. Geist gesandt hatte. Die Bibel erzählt: es fielen Feuerzungen vom Himmel und ein großer Sturm kam und plötzlich bekamen die Männer wieder Mut. Rieke und Dörte haben an dieser Stelle den Sturm nachgemacht: unser Kranz erinnerte mit den bunten Flatterbändern an die Feuerzungen.
Nach dem Vorlesen der Erzählung sammelten Rieke, Dörte und Mama dann auf einem großen Blatt Papier noch, wie viele verschiedene Sprachen sie kennen und wo die gesprochen werden. Denn in der Bibel heißt es, dass die Freunde Jesu auf einmal in allen Sprachen reden konnten und alle sie verstanden haben. Da bin ich aber dann lieber spielen gegangen, denn von Sprachen verstehe ich noch nicht so viel, Rieke kennt das besser, die lernt ja schon Englisch.
Am Schluss gab’s noch Musik: Rieke hat Flöte gespielt, Mama gesungen und Dörte passende Bewegungen dazu gemacht. Das Lied kenne ich auch aus dem Kindergarten, es heißt: >Halte zu mir, guter Gott<.

So war unsere >Pfingstfeier<.