Zu Besuch bei Sabine und Bastian


Hallo, wir heißen Sabine und Sebastian und sind 12 und 10 Jahre alt. Wir wollen euch erzählen, wie wir vor zwei Jahren das Fronleichnamfest gefeiert haben.
Am Tag vor Fronleichnam haben wir uns mit ein paar Kindern und Müttern getroffen. Wir haben zusammen Straßenschmuck gebastelt. Am Sportplatz in unserer Gemeinde wohnen auf einem Wegstück keine Leute, darum ist dort die Straße meistens nicht geschmückt. Wir wollten zusammen Straßenschmuck herstellen.

Zunächst haben wir aber mit Hilfe eines Ratespiels herausgefunden, warum es das Fronleichnamsfest gibt und was man da feiert. Das Fest erfunden hat vor 800 Jahren eine Nonne, die Juliana von Lüttich hieß. Sie hat immer wieder geträumt, dass es noch ein Fest geben müsste. Ihre Idee hat dann ein Papst aufgegriffen und das Fest gegründet. Das Fest soll zeigen, dass der ‚Herrenleib’ , das bedeutet ‚Fronleichnam’ nämlich, mitten in der Welt ist.
Danach haben wir gebastelt: zunächst eine Tannenzweig-Girlande.
Gleichzeitig haben einige Kinder und Mütter schon angefangen, Stoff-Fahnen zu bemalen. Wir haben darauf gemalt, wofür wir Gott danken oder worum wir ihn bitten möchten.
Einige haben auch noch Blumentöpfe mit Kränzen und bunten Bändern geschmückt.
Am Fronleichnamstag mussten wir dann leider ziemlich früh aufstehen, um die Girlande und die Fahnen aufzuhängen. Seht ihr, wie ich, Sabine, nach getaner Arbeit ziemlich müde unter der Girlande sitze?Wir sind beide Messdiener in unserer Gemeinde. Darum sind wir auch bei der Prozession mitgegangen. Der Weg ist ziemlich lang, aber es gibt eine Menge zu sehen, denn viele ältere Leute im Ort stellen vor ihren Haustüren kleine Altäre auf.
Nach der Prozession spendiert uns der Pastor immer ein Eis.
Irgendwie ist es nett, einmal nicht nur in der Kirche zu feiern, sondern durch die Straßen zu ziehen. Auch wenn uns nicht so gefällt, dass manche Leute hinter den Gardinen ‚glotzen’.

(Anmerkung der Redaktion: dieser Bericht wurde uns vor Längerem eingereicht!)