Zu Besuch bei Anna



Hallo, hier sind wir mit unseren Laternen. Simon ist 7 Jahre, Anna 5 Jahre und Sarah 2 Jahre alt. Wir wohnen mit unseren Eltern in W. bei Köln.

St. Martin wird hier groß gefeiert. Alle basteln Laternen. In den Wochen nach den Herbstferien haben wir mit unserer Mama wie viele andere Grundschüler für den großen Sankt-Martins-Zug gesammelt. Musik, Versicherung und Weckmänner werden davon bezahlt. Die Seniorinnen und Senioren bekommen am Martinstag auch einen solchen süßen Mann mit einem Gruß der Grundschüler.
Den letzten Jahreswechsel haben wir, wie auch in den Jahren zuvor, zusammen mit einigen befreundeten Familien gefeiert. Diesmal waren wir bei uns zu Hause
Sarah hat in ihrem Regenbogenspielkreis eine Regenbogenfisch-Laterne gebastlet. Die Zweijährigen singen mit ihrer Gruppe bei unserem Diakon. Im Kindergarten konnten wir verschiedene Tiere aussuchen. Anna hat sich eine Katze ausgesucht. In unserer Grundschule ist es üblich, dass sich die Erstklässler Laternen gestalten, die ihren Namen verdeutlichen. Da Simon in der Schmetterlingsklasse ist, hat er dieses Jahr eine Schmetterlingslaterne.
Montags ist das St.Martins-Fest des katholischen Kindergartens. Nachmittags stellen sich alle in einen großen Kreis und zwei Kinder spielen uns die Geschichte des heiligen Martin vor. Dazu singen wir das Lied >St. Martin ritt duch Schnee und Wind<. Danach ziehen wir mit allen Kindern und Erwachsenen durch die Straßen und singen Martinslieder. Am Ende gibt es ein großes Martinsfeuer am Jugendzentrum. Nach einem letzten Lied dürfen wir Kakao, Glühwein und unseren großen Weckmann essen. Dieses Jahr hat unsere Familie ein Stück Arm gebacken. Auch andere Familien bringen einen Teil des Weckmannes. Alle Stücke sind so groß wie ein Backblech. Die Teile werden auf der Tischtennisplatte zusammengelegt und so entsteht ein großer süßer Mann. Und den vertilgen wir dann gemeinsam. Hier seht ihr den oberen Teil von unserem großen Weckmann.
Dienstags beginnt die Grundschule mit einem ökumenischen Gottesdienst in unserer Kirche. Alle Kinder kommen mit ihren Laternen. Hier seht ihr, wie wir sie hochhalten. Das 4. Schuljahr gestaltet ein Martinsspiel mit Szenen von früher und heute.
In der Kirche singen wir alle Lieder, die wir vorher gelernt haben.

Zurück in der Schule proben alle Klassen die Aufstellung für den Martinszug. Auf dem Schulhof entstand auch unser Klassenfoto.
Um 17.00 Uhr treffen wir uns dann mit unseren Lehrerinnen und den Eltern, die uns mit Fackeln begleiten. Endlich ist es dann soweit: St. Martin reitet voran. Da wir die 1a sind, durften wir direkt hinter ihm gehen. Laut singend ziehen wir begleitet von Musikkapellen durchs Dorf. Die Viertklässler dürfen sich immer als Gänselieseln verkleiden und den Gänsewagen ziehen. Dies erinnert an die Legende, wonach sich der Hl. Martin in einem Gänsestall versteckt hat. Das Geschnatter der Tiere hat ihn aber verraten.
An die Schüler schließt sich dann das halbe Dorf an: viele, viele Kinder, aber auch Mamas, Papas, Omas, opas, Tanten und Onkel. Am Ende des Weges gibt es ein riesiges Martinsfeuer und in der Schule Weckmänner für alle Kinder.

Danach ziehen wir Kinder durchs Dorf uns singen an den Haustüren. Dort bekommen wir viele Süßigkeiten. Besonders freuen sich die Menschen, die etwas abgelegen wohnen und zu denen nicht so viele Kinder kommen.

Anmerkung der Redaktion:
Ihren Beitrag haben uns Simon, Anna und Sara vor längerer Zeit zugeschickt. Natürlich sind die Drei nun schon etwas älter.
Vielleicht magst du uns von deinem Martinsfest erzählen? Dann schicke uns ein paar Fotos und ein paar Sätze zu. Wir würden uns freuen. Unsere Adresse findest du unten links, im Impressum.