Was bedeutet uns der 1. Advent

„Advent“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ankunft“.

Wir Christen feiern ‚Ankunft’ im doppelten Sinn: Zum einen erinnern wir uns an die Ankunft des Sohnes Gottes, Jesus Christus, in dieser Welt vor 2000 Jahren und bereiten seinen Geburtstag vor. Deshalb beginnt mit dem ersten Adventssonntag auch jeweils das 'Jahr der Kirche', das Kirchenjahr.
Zum andern erinnern wir uns in der Adventzeit an das Versprechen von Jesus Christus, wiederzukommen und ein endgültiges Himmel-Reich des Friedens, der Gerechtigkeit und der Liebe zu errichten. Viele kleine Feste in der Adventszeit und auch im übrigen Jahreskreis geben uns einen Vorgeschmack, wie dieses Gottes- und Himmelreich sein kann. Der Advent ruft uns auf, wachsam zu bleiben für Gottes Wort und Wille in dieser Welt. Und der Advent ruft uns auf, an diesem Reich schon hier und jetzt mitzubauen.

Advent: nicht alleine Zeit für Glühwein und romantische Gefühle, sondern Zeit der bewussten Zuwendung zu dieser irdischen Welt; Zeit, sich mit ganzem Herzen für Gerechtigkeit, Frieden und Liebe einzusetzen.

Probieren Sie´s doch mal in dieser Woche!
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Zeichen und Symbole

Adventskranz

In seiner ‚klassischen’ Form zeigt der Adventskranz nur einige wenige Symbole: Den Kranz, die immergrünen Zweige und die 4 Kerzen.

Um 1860 gestaltete Johann Heinrich Wichern, der Leiter eines evangelischen Jungenwohnheimes in Hamburg, während der Adventszeit für seine Bewohner abendliche Lichterfeiern. Er brachte dazu 24 Kerzen auf einen Holzkranz auf und ließ Abend für Abend ein Licht mehr am Kranz entzünden. Am Heiligen Abend erstrahlte dann feierlich der volle Kerzenglanz.

Obwohl der ‚heutigen’ Adventskranz also noch relativ jung ist, greifen seine Elemente uralte Symbole auf, die von vielen Völkern verstanden werden:
· Der Kranz steht, da er kreisrund und ohne Anfang und Ende ist, für Zeit und Ewigkeit;
· Die Tannenzweige stehen, da sie ihr Grün auch im Winter nicht verlieren, als Zeichen der Hoffnung und des Lebens;
· Die Kerzen bringen Licht in die dunkle Jahreszeit, in die Welt. So erinnern sie an Jesus Christus, der von sich sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ (in der Bibel steht das im Johannesevangelium, im Kapitel 8 unter Vers 12). Vier Kerzen schmücken den Adventskranz: an jedem Sonntag wird eine Kerze mehr entzündet. So wird der Adventskranz nach und nach immer heller, bis am Heiligen Abend das Kerzenlicht des Adventskranzes auf den Kerzenglanz des Weihnachtsbaumes übergeht.

Engel

In der Adventszeit tauchen die Engel in vielerlei Formen auf: als Tür- und Fensterschmuck, als Kerzenhalter, als ‚Räuchermännlein’. Was aber sind denn eigentlich Engel?
In der Bibel werden sie beschrieben als himmlische Boten zwischen Gott und den Menschen. Sie sind es, die im Auftrag Gottes in der Welt handeln.
In einem neueren christlichen Lied heißt es: „Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel...“. Der Texter erinnert so die Hörer daran, füreinander zum Engel, zum guten Begleiter zu werden.
Dass wir Menschen umgeben sind von Wesen, die Gottes Botschaft an uns weitergeben und uns begleiten, und dass wir Menschen einander gute Wegbegleiter sein könnten, daran können die ‚Dekorationsengel’ der Adventszeit erinnern.