Zu Besuch bei Lioba und Gereon


„Hallo, ich bin Lioba H. und liebe den Advent ganz besonders. Für mich ist der Advent eine geheimnisvolle Zeit. Ich liebe es, wenn es draußen stürmt und schneit, während ich mit meinen Eltern und meinem Bruder Gereon am Ofen sitze und warme Milch trinke. Der ganze Advent ist für mich eine Wartezeit, ein Warten auf etwas ganz besonderes, auf Weihnachten.“
„Es gibt ein paar Sachen, die wir in jedem Jahr kurz vor Weihnachten machen:
Advtenskalender, Adventsfee, Wanderung über die Fenster (Maria und Josef), Plätzchen backen, Adventslieder singen, auf Schnee hoffen (wenn Schnee da, hab ich ein komisches Gefühl im Bauch vor Freude), Rodeln fahren, Weihnachtsgeschenke machen, Basare besuchen und vieles mehr. Wir bauen in unserem Wohnzimmer jedes Jahr einen Krippengarten auf, an dem Platz, wo später der Weihnachtsbaum stehen wird. In der 1.Adventswoche ist unser Krippengarten noch sehr karg, am 2.Advent füllen wir den Garten mit Pflanzen und Moos auf, die wir im Wald gesammelt haben. Am 3.Advent stellen wir die Tiere in den Garten: die Schafe, Kühe und auch Waldtiere. Und am 4.Advent kommen die Menschen dazu, die Hirten und Bauern, und ganz bald auch Maria und Josef mit dem Jesuskind und dem Esel, der Maria trägt.“
„Besonders gern habe ich auch das Weihnachtsbaum-Holen mit Freunden.
Am Wochenende vor dem Hl. Abend fahren wir dann immer mit ein paar anderen Familien zu einer kleinen Burg in unserer Nähe. Dort suchen wir uns im Innenhof Tannenbäume aus. Anschließend dürfen wir in den Schlosspark, der eigentlich privat ist und der Familie des Freiherrn gehört. Aber weil der uns schon so lange kennt, können wir trotzdem hinein (früher haben wir nämlich die Tannenbäume aus der Schonung im Park selber geschlagen - aber jetzt müssen erst wieder neue wachsen). Wir nehmen immer ein paar Kerzenhalter und Kerzen mit und schmücken hier im Park einen Baum.“
„Dann singen wir probeweise schon mal ein paar Weihnachtslieder. Anschließend gehen wir zum ‚Hexenhaus’, das ist eine alte Holzhütte, die früher den Kindern des Freiherrn gehört hat (aber die sind jetzt selber schon erwachsen).“

„Hier trinken wir Kinderpunsch und Kakao und essen Kekse und eine der Mamas liest eine Weihnachtsgeschichte vor. Meistens gucken wir dann auch, ob auf dem See Eis ist und wir spielen fangen. Das Tannenbaumholen ist so immer ganz gemütlich.“

„Am Heiligabend treffen wir Musiker und Musikerinnen im Gemeindesaal und stimmen unsere Instrumente. Bald kommen dann die kleinen Kindern mit ihren Mamas und Papas und Opas. Das ist dann immer ein ziemliches Gewühle, bis die Krippenfeier anfängt. Mir macht das gemeinsame Musikmachen Spaß, denn es sind ja viele meiner Freundinnen dabei. Und dann ist es irgendwie immer auch feierlich.
Und wenn wir dann nach Hause kommen, ist Bescherung.
Am ersten und zweiten Feiertag besuchen wir dann die Omas und treffen uns mit den Verwandten.“


Wir von der Redaktion meinen dazu:
Das Schmücken und Besingen des Weihnachtsbaumes und ein Wald-Weihnachts-Picknick kann man übrigens auch an Weihnachten noch machen: Vielleicht eine Anregung für einen ganz anderen Waldspaziergang und ein ‚Weihnachtsfest in Gottes Schöpfung’?

Übrigens: dieser Beitrag ist schon ein wenig älter. Vielleicht habt ihr ja nach dem Lesen Lust, uns von eurem Weihnachtsfest zu erzählen, damit nächstes Jahr wieder ein aktueller Bericht hier zu finden ist?! Für Infos ruft uns an oder mailt uns, die Tel.Nr. und Adresse findet ihr untern bei 'Kontakt'.