Zu Besuch bei Tristan


Mein Name ist Tristan. Ich habe drei Brüder; zwei sind älter als ich, einer ist jünger.
Heute erzähle ich euch vom Aschermittwoch in unserer Kommuniongruppe.
Unsere Gruppenleiterin hatte ein paar Palmstöcke mitgebracht, die Kinder aus unserer Pfarrgemeinde im Jahr davor kurz vor Palmsonntag gebastelt hatten. Diese Palmstöcke haben wir zerlegt. Perlen und Bänder haben wir für den nächsten Palmsonntag aufbewahrt.

Dann haben wir die vertrockneten Zweige genommen und angeschaut. Sie waren ganz trocken und krümmelig. Die Zweige haben wir in einer feuerfesten Schale gesammelt.
Anschließend sind wir auf die Wiese vor der Kirche gegangen und haben die Zweige verbrannt. Das war ganz schön aufregend, denn es ging Wind und es dauerte etwas, bis die Zweige Feuer fingen. Hier seht ihr, wie ich mir am Feuer die Hände wärme. Aber es dauerte nicht lange, dann waren die Zweige verbrannt. Sie waren ja sehr trocken.

Die abgekühlte Asche haben wir dann unter Erde gemischt. Unsere Gruppenleiterin hat nämlich erzählt, dass Asche früher zum Düngen der Felder genutzt wurde. Asche kann also fruchtbar sein.
Dann sind wir zurück in den Gruppenraum. Jeder hat nun eine kleine Schale bekommen, in die er etwas von der Aschen-Erde eingefüllt hat. Dahinein haben wir dann Weizenkörner gesät.
Wir haben dann noch über Bibelgeschichten gesprochen, die Jesus vom Weizenkorn erzählt hat. Wichtig war für uns an diesem Tag: auch aus Altem, Vertrocknetem oder von uns falsch Gemachtem kann mit Gottes Hilfe wieder Gutes werden.

Nach ungefähr zwei Wochen waren meine Körner zu einer schönen grünen Schale herangewachsen!