Literaturliste

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen zum einen Bücher vor, die den religiösen Hintergrund des Festes erschließen. Zum anderen finden Sie hier aber auch Bücher, die die Thematik des Festanliegens oder -gedankens aufgreifen, ohne explizit religiös zu sein.
Übrigens: die meisten der auf diesen Seiten genannten Titel können Sie in den katholischen öffentlichen Büchereien (KÖB) ausleihen. Die KÖB in Ihrer Nähe im Gebiet des Erzbistums Köln finden Sie hier: Katholische öffentliche Büchereien

Ostern

Von Renate Schupp, Johanna Ignjatovic
Für Klein- und Kindergartenkinder

Ein erstes Bibelbilderbuch zu Ostern für die ganz Kleinen: die Geschichte von Jesu Leben, Tod und Auferstehung in einfachen Worten erzählt. Das kleine Schaf Rica erzählt von einer Begegnung mit Jesus, erzählt in kurzen Worten vom Tod Jesu (die Todesart, also die Kreuzigung, wird hierbei nicht erwähnt), von der Traurigkeit der Freunde Jesu und von der Freude, die die Auferstehungserfahrung an Ostern in den Menschen auslöst. Geeignet zum Anschauen mit Kindern schon ab 2 Jahren.

2006, ISBN 3-7806-2674-8

Die Ostererzählung

Von Rainer Oberthür ; Renate Seelig
Für Grundschulkinder:

Leiden, Tod und Auferstehung Jesu als Ursprungsgeschichte der Feiern der Heiligen Woche nacherzählt. (ab 5)

Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern lassen sich am besten von ihrer biblischen Grundlegung her verstehen. Der Autor erzählt daher die jeweiligen biblischen Ursprungsgeschichten von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu und nimmt jeweils Bezug zur Liturgie der Karwoche. Die Erzählung beginnt mit dem Weg Jesu nach Jerusalem, der Leidensankündigung und der Heilung des Bartimäus. Er wird zum Pendant der Jünger (auch heute), die wie blind sind, obwohl sie sehen können. Der Autor bedient sich der Technik der Rahmenerzählung und setzt deren Möglichkeiten geschickt ein: Sie gibt eine fiktive Erzählsituation zwischen einer Mutter und ihrem Kind vor. Sie führt zur nachfolgenden biblischen Geschichte hin, bildet den resümierenden Abschluss und dient letztlich dem Leser als wichtige Erklärungshilfe, indem sie unter anderem darlegt, warum Jesus sterben musste und auferstand, und zugleich einen aktuellen Bezug zum Leben und Glauben der Leser heute herstellt. Deutungshilfen finden sich auch in der biblischen Nacherzählung. Diese wirken nicht aufgesetzt, sondern sind gut in die Erzählung integriert. Die biblische Nacherzählung präsentiert sich als Geschichte der Hoffnung, ohne die schmerzlichen Aspekte von Leiden und Sterben vorschnell auszublenden. Symbolstark mit dem Blick für zentrale Szenen setzt die Bebilderung eigene Akzente. - Nah am Bibeltext und am Kind, lebendig erzählt, theologisch durchdacht und auf dem neuesten Stand, verdient diese Ostererzählung mit ihrer Bezugnahme zur Liturgie der Heiligen Woche beste Empfehlung und weite Verbreitung! (Josef Braun)

auch als Mini-Ausgabe, Stuttgart 2010

Der Vorleser

Von Bernhard Schlink
Für Erwachsene

Der von der Kritik gefeierte Roman von Bernhard Schlink und jetzt auch verfilmte nimmt sich die Frage nach Vertrautheit, Schuld und Verantwortung füreinander zum Thema. Die Auseinandersetzung mit diesen Grundthemen menschlicher Existenz berührt somit auch Fragen christlicher Lebenshaltung ohne ein explizit religiöses Buch zu sein. 
 
Zürich 1997 (2. Auflage)

Pele und das neue Leben

Von Regine Schindler, Hilde Heyduck-Huth
Für Schulkinder und Eltern

Der Karfreitag bringt die Frage nach Tod und Leben in der Familie zur Sprache. Die Geschichte von Pele und seinem Freund (der nach kurzer schwerer Krankheit stirbt) möchte Kindern und Eltern beim Gespräch über diese existentiellen Fragen menschlichen Lebens unterstützen. 
 
Lahr 1998 (8. Auflage)

Leb wohl, lieber Dachs

Von Susan Varley
Für Kinder und Erwachsene

Der Tod des alten Dachses zu Beginn des Winters macht seine Freunde sehr traurig. Doch in Gesprächen und Erinnerungen schmilzt mit dem Schnee des Winters auch die Traurigkeit. Es bleibt die Erinnerung an Dachs, eine Erinnerung, die sie wie einen Schatz hüten.
Eine Fabel über die Verarbeitung von Trauer und eine hilfreiche Anregung zur Versöhnung mit den Unausweichlichkeiten menschlichen Lebens.

München 1996 (2.Auflage)

Ostern und Pessach. Feste der Befreiung

Für Erwachsene

Vielleicht etwas ungewöhnlich unser Vorschlag auf der Literaturliste: eine Zeitschrift. Für alle, die sich aber gerne mehr über die Hintergründe und Zusammenhänge zwischen dem Paschafest der Juden und dem Osterfest der Christen informieren möchte, bietet dieses Heft eine Fülle interessanter Beiträge und Gedankenanregungen. Zu Beziehen im Fachbuchhandel oder per Internet unter weltundumweltderbibel.de.

Zeitschriftenreihe>Welt und Umwelt der Bibel<, Heft 2/2006

Gesät ist die Hoffnung


Von Margot KäßmannFür Erwachsene 
 
Meditative Betrachtungen über jene Menschen, die mit dem Geschehen der letzten Tage Jesu zu tun hatten.
Maria von Magdala - Zeugin des Unfassbaren, Zeugin der Kreuzigung Jesu. Wie erging es ihr am Tag danach - am Karsamstag? Sie wird wohl geschwiegen haben angesichts des Unfassbaren, sie wird wohl hoffnungslos gewesen sein, unter Schock gestanden haben. Wie gehen wir um mit diesem Tag des Schweigens und der Leere? Lassen wir uns ein auf die Mutlosigkeit und Ratlosigkeit? Können wir die Stille dieses Karsamstages aushalten, in die hinein die Saat der Hoffnung bereits gesät ist? - Margot Käßmann macht sich auf den Weg nach Ostern und begegnet dabei Menschen, die mittelbar und unmittelbar mit dem Geschehen der letzten Tage Jesu zu tun haben. Sie erzählt deren Schicksal und Handlungsweisen, mutmaßt über Beweggründe und findet dafür den Sitz im Leben der heutigen Menschen. Sie beschönigt nichts, und lässt doch Personen wie Pilatus und Judas nicht auf der Ebene des Erzähltextes der Bibel stehen. Immer wieder knüpft sie an an uns so vertraute Bedürfnisse wie Erwartung nach Zukunft und Liebe, Versuchung und Sehnsucht nach einem gelingenden Leben. 14 Stationen begleiten den Leser hin zum Ostersonntag. Einem Kreuzweg gleich kann man so die vorösterliche Zeit nutzen, um tiefer in das Geschehen der Passion einzudringen. Ein kleines Büchlein mit großem Inhalt. Sehr zu empfehlen. (Gerda Harprath)

Freiburg 2011