Zu Besuch bei Klasse 4


Vor ein paar Jahren haben uns Grundschulkinder aus H. von ihrem Kreuzweg-Projekt erzählt. Nun gehen sie natürlich schon längst auf andere Schulen. Wir vom Redaktionsteam meinen aber, dass es immer noch interessant ist, zu sehen und zu lesen, was die Klasse 4 damals auf die Beine gestellt hat. Darum also - noch immer - der Bericht aus dem Jahr 2004:

Hallo, liebe Internetbesucher! Wir möchten euch von unserem besonderen Karfreitag-Kreuzweg erzählen. Wir, dass sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 der katholischen Grundschule in H.
Unser Abenteuer begann im Frühling des Jahres 2002 mit dem alljährlichen Ausflug der Kommuniongruppe zum Kreuzweg beim Kloster Mariawald in der Eifel. Auf dem langen Marsch steil hinauf zum Kloster fragten einige von uns Kindern keuchend, warum es denn bei uns auf der Sophienhöhe eigentlich keinen Kreuzweg gibt. Unsere Lehrer Herr L. und Frau G. fanden dann, dass es doch eine gute Sache sei, zusammen einen Kreuzweg zu gestalten. Und zwar nicht nur für unsere Klasse, sondern für alle Leute, die rund um die Sophienhöhe und im Kreis Düren wohnen.
Im Religions- und Kunstunterricht überlegten wir damals im dritten Schuljahr, welche Stationen der Kreuzweg haben müsste. Dann haben wir ein großes Kreuz gebaut und haben uns überlegt, wie die Personen und die Gewänder aussehen müssten. Danach haben wir die Kleider aus den mitgebrachten Beständen ausgewählt.. Herr L. hat mit uns die verschiedenen Szenen gestellt und Frau G. hat uns Kinder fotographiert. Beim Gestalten wurde uns klar, dass der Kreuzweg etwas mit unserem Leben zu tun hat. Zum Beispiel ist Veronikas Schweißtuch für uns ein Symbol mitmenschlicher Hilfe in einer verzweifelten Lebenssituation geworden.
Ziel war es, von den Fotos scherenschnittartige Bilder zu erarbeiten. Diese Fotos wurden darum von Mario C. bearbeitet: Überflüssiges wurde retuschiert und gelöscht. Die fertigen Schwarzbilder wurden dann in Metallreliefs verwandelt, natürlich bei einer richtigen Firma.

Die Metallbilder sind nun auf großen Steinfindlingen aufgebracht.
Mit einem großen Bagger wurden diese Steine auf die Sophienhöhe gebracht und aufgestellt. Danach haben wir Gärtchen um die Findlinge herum angelegt.
An einem Donnerstag im Oktober 2002 wurde unser Kreuzweg dann von unserem Pastor
eingesegnet und unsere große Aktion mit einem Fest am Ende des Kreuzweges gefeiert.
Hier seht ihr die Kinder des 3. Schuljahres. Ihr wollt wissen, was sie mit unserem Kreuzweg zu tun haben? Dann hört mal, was unser Schulleiter dazu sagt: " Das Vorhaben 'Kreuzweg' ist mit dem Aufstellen der Stationen nicht
abgeschlossen: Um die Kinder auch langfristig an ihren Kreuzweg zu binden, wird an jeder einzelnen Station ein Themengärtlein angelegt, dass ein Jahr lang in der Obhut der jeweiligen Kommunionkinder und ihrer Familien ist. Diese Gärten sind voller Symbolik: An der vierten Station, an der Jesus seine Mutter trifft, haben wir beispielsweise wilde Rosen gepflanzt, als Zeichen ewiger Liebe. Andere Stationen erhalten Weinreben oder Gräser und Korn, die für Nahrung und Leben stehen. Wir wollen die Kinder anregen, ein Jahr lang ihren Garten zu hüten und seine Zeichen zu erkennen, die wichtige Wegmarken für ihr ganzes Leben sind.“
Das Ganze ist doch eine tolle Aktion, oder ? Vielleicht besucht ihr einmal unseren Kreuzweg auf der Sophienhöhe zwischen Köln und Aachen. Ihr findet ihn auf der Tagebaurandstraße (K 40 ), Parkplatz >Niederzierer See< zwischen Hambach und Niederzier.