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Mk 11, 1-10:Palmsonntag

Palmsonntag_B
Datum:
Sonntag, 21. März 2027

Impuls für Kinder

Israeliten, die es sich leisten konnten, zogen zur Feier des Paschafestes nach Jerusalem. Gemeinsam erinnern sie sich bei diesem Fest an die Befreiung aus Ägypten.

Die Menschen zurzeit Jesu warteten auch auf Befreiung. Römische Truppen hielten das Land besetzt. Wird Jesus sie von den römischen Besetzern befreien?

Viele Menschen aus dem Umkreis von Jesus erwarten das wohl. Bei seinem Einzug in Jerusalem rufen sie ihm zu: „Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt!“

Aber Jesus wird nicht mit Waffen kämpfen: Gott geht mit den Menschen andere Wege der Befreiung. Das verstehen die Jünger Jesu erst nach seinem Tod und seiner Auferstehung. Gott hilft!

 

Efi Goebel

Impuls für Erwachsene

Warum musste Jesus sterben? Darüber wurde und wird viel gestritten. Üblicherweise wird geantwortet, er sei für unsere Sünden gestorben. Sein Tod sei ein Opfer gewesen. Vielen Menschen bereitet diese Antwort Unbehagen; sie denken an einen rachsüchtigen Gott, der erst durch ein Menschenopfer besänftigt werden muss. Ist unser Heil wirklich auf Blutvergießen gegründet?

Dieses Verständnis lässt unberücksichtigt, dass es sich bei Jesus Christus um den Gottessohn, also den menschgewordenen Gott selbst handelt. Und Gott opfert sich niemandem. Es sei denn, er opfert sich uns. Wie ist das zu verstehen?

Die Ermordung Jesu durch die damaligen Machthaber hatte einen simplen Grund. Er untergrub ihre Macht, in dem er den Menschen den bedingungslos liebenden Gott predigte. Diese grenzenlose Liebe, auf die in jeder Situation, im Leben wie im Sterben, wirklich Verlass ist, vermag alle Angst des Menschen um sich zu entmachten. Wer diese Predigt hört und das Wort Gottes glaubt, erkennt damit zugleich, dass die Angst nicht länger das letzte Wort hat. Gemeinschaft mit Gott zu haben, wie Jesus es predigte, bedeutet nämlich, schon hier und jetzt ein endgültig gelungenes Leben zu führen. Bei Gott ist für uns längst gesorgt; niemand kommt zu kurz. Was auch passiert.

Und wer das glaubt, ist nicht länger erpressbar. Allen voran Jesus. Er blieb bei seiner Predigt bis ins Sterben. Und nach ihm viele andere, bis in die heutige Zeit hinein. Seit zweitausend Jahren werden Menschen mundtot gemacht, weil sie die wirkliche Freiheit der Kinder Gottes predigen.

Hätte Jesus auch am Leben bleiben können? Jesus hat seine Predigt mit seinem Blut unterschrieben, um uns zu zeigen, dass seine Worte nicht heiße Luft, sondern machtvolle Selbstmitteilung Gottes sind. Sein freiwilliger Tod stellt die im äußersten Maße vorstellbare Bestätigung der angstentmachtenden Wirkung des Wortes Gottes dar.

So ist tatsächlich Jesus für unsere Sünden gestorben. Durch sein am Kreuz unterschriebenes Wort wissen wir, dass wir überhaupt nicht mehr sündigen müssen. So opfert sich Gott tatsächlich. Für uns.

 

Diakon Dr. Andreas Bell

Evangelium in leichter Sprache: Mk 11, 1-10

Jesus reitet mit einem Esel in die Hauptstadt
Einmal wollte Jesus in die große Hauptstadt gehen.

Die große Hauptstadt heißt Jerusalem.

Die Jünger gingen mit Jesus mit. 

 

Jesus sagte zu 2 Jüngern:

Geht ein Stückchen vor.

Da findet ihr einen Esel.

Bringt den Esel zu mir.

 

Vielleicht fragen einige Leute:

Wer hat euch das erlaubt?

Ihr könnt sagen:

Jesus hat das erlaubt.

 

Die Jünger holten den Esel für Jesus. Einige Leute fragten:

Wer hat euch das erlaubt?

Die Jünger sagten:

Jesus hat das erlaubt.

Wir bringen den Esel nachher wieder zurück.

Da waren die Leute zufrieden.

 

Die Jünger brachten den Esel zu Jesus.

Die Jünger legten einige Tücher auf den Esel.

Jesus setzte sich auf den Esel.

Jesus ritt auf dem Esel nach Jerusalem.

 

Viele Leute kamen zu Jesus hingerannt.

Die Leute freuten sich.

Weil Jesus kommt.

Einige  Leute legten ihre Kleider auf die Straße.

Andere Leute rissen Zweige von den Bäumen.

Die Leute legten die Zweige auf die Straße.

Die Straße sah aus wie ein Teppich.

 

Die Leute riefen:

Hosanna.  Hosanna.

Hosanna heißt:

Hoch soll er leben.

Viele Leute in der Hauptstadt dachten:

Jesus ist ein König.

Die Leute riefen:

Hosanna, endlich kommt ein König für uns.

Hosanna, endlich kriegen wir einen König.

Bibeltext der Einheitsübersetzung zum Ausmalbild